„Stadt der Zukunft“ – Unsere Visionen von einem Berlin im Jahr 2040

Häuser, die wie gigantische Bäume aussehen. Autofreie Zonen. Riesige Holzbauten statt Beton und Glas. Elektrobetriebene Flugtaxis. Autarke Wohnhäuser. Wer glaubt, so etwas gibt es nur in Science-Fiction-Filmen, der irrt. In unserem Projekt „Stadt der Zukunft“ haben wir uns mit aktuellen Zukunftsvisionen Berlins beschäftigt und konnten auch selbst kreativ tätig werden. Aber seht und lest selbst.

Städte im 21. Jahrhundert stehen vor vielen Herausforderungen. Ein Großteil der Menschheit (51%) lebt mittlerweile in Städten und in den nächsten 100 Jahren werden es über 70% sein. Diese Bevölkerungszunahme führt in den meisten Städten zu Problemen, da sie in der Regel nicht für diese große Anzahl an Menschen gebaut worden sind. Hauptprobleme sind vor allem die Wohnungsnot und damit einhergehend auch die steigenden Mieten, die Versorgung der Bevölkerung mit Nahrungsmitteln und Wasser sowie die Entsorgung von Abfällen und Abwasser, der zunehmende Verkehr und eine stark belastete Umwelt. Lösungsansätze für all diese Probleme gibt es schon viele und auch wir haben uns einige angeschaut.

So haben wir an einem Tag den ehemaligen Flughafen Tegel besucht und uns in einer Führung erklären lassen, wie die zukünftige sogenannte urban tech republic aussehen soll. Es handelt sich um ein modernes Stadtquartier mit unzähligen Geschäften, einer Universität, Industrie und nachhaltigem Wohnraum. Zugegeben, bei Minus 10 °C auf der Start- und Landebahn und aufgrund noch nicht begonnener Bauarbeiten war das für uns nur schwer vorstellbar, aber spannend war es allemal und es diente uns als Inspiration für die Planung eines eigenes Stadtquartiers. Mit einem Haufen Inspirationen aus den ersten beiden Projekttagen im Gepäck wollten wir nun selbst kreativ tätig werden. Wir begannen damit, für Berlin ein eigenes Stadtquartier zu entwerfen, welches Lösungsansätze für die wachsenden Probleme von Großstädten bietet sowie modern, innovativ und nachhaltig ist. Aller Anfang ist bekanntlich schwer. Da war es sehr hilfreich, dass Leefke Bohde, eine Architektin aus Hamburg, uns über ein Online-Meeting die wichtigsten Schritte für die Planung eines Stadtquartiers und die Umsetzung in einem Modellbau erklärt hat. Außerdem hat sie uns spannende Einblicke in den Architektenberuf gegeben. Im Anschluss ging es los. Aus Siebdruckpappe haben wir Wohnhäuser, ein Einkaufszentrum, eine Freizeitanlage, eine Bar und ein Restaurant sowie eine Grünanlage gebaut. Das Ausschneiden unserer benötigten Flächen mit einem sogenannten Cutter hat den einen oder anderen von uns zur Verzweiflung getrieben. Das Zusammenleimen der einzelnen Flächen gestaltete sich ebenfalls als kleine Geduldsprobe. Alles nicht so einfach wie gedacht. Wir haben uns in der Gruppe aber gegenseitig super unterstützt. Mit Bastelmoos, Knete, Farbe, Sand, Steinen und Folien haben wir unsere Gebäude nach Belieben gestaltet. Am Ende sind viele interessante Lernprodukte entstanden, die uns auch stolz machen. Wer hätte das am Anfang gedacht – Schüler:innen können Architekt:innen der Zukunft sein.     

Wenn euch interessiert, wie unser Stadtquartier aussieht, dann besucht unseren Stand auf dem Marktplatz!
Eure Zukunftsbauer