Projektwoche – Klasse 13, Abiturjahrgang 2021/22

Berlin als Kultur- und Freizeitstadt

Tag 1: Ausflug in das Illuseum Berlin

Am 13. Dezember 2021 besuchten wir das Illuseum in Berlin. Nach einer kurzen Einweisung wurden wir dazu aufgefordert, alle Rätsel zu lösen und viele Fotos zu schießen. Faszinierend war für uns, wie die Illusionen unser Gehirn beeinflussten. Jederzeit wurde uns Hilfe bei Fotos oder Erklärungen angeboten. Besonders beeindruckend fanden wir zum Beispiel den Raum mit der schiefen Ebene, welche unterschiedlichen Größen und Dimensionen hervorrief.

Fällt euch auf den Fotos etwas auf? Ein wichtiger Bestandteil des Museums sind viele Spiegel, Knobelmöglichkeiten, ein umgedrehter Raum und vielerlei andere Illusionen.             

 

Wer bereit ist, 10-12 € für das Illuseum auszugeben, für den lohnt sich ein Besuch dort allemal. Durchschnittlich verbringt man vor Ort eine Stunde, kann jedoch bei großem Interesse viel länger verweilen. Die ganze Ausstellung ist durchweg interaktiv gestaltet, wodurch wir gefesselt die einzelnen Exponate bestaunten, Erklärungen lasen und experimentierten. Traut euch ruhig die Mitarbeiter anzusprechen, sie helfen euch gerne weiter. Fragen kosten schließlich nichts. 😉

geschrieben von Klasse 13

Unsere Bewertung:

Tag 2: Ausflug in die Amerika-Gedenkbibliothek

Am Dienstag, den 14.12.2021, besuchten wir die Zentral- und Landesbibliothek in Berlin. Die Bibliothek besteht aus zwei Gebäuden: die Amerika-Gedenkbibliothek (kurz AGB) in Kreuzberg und die Berliner Stadtbibliothek (BStB) in Berlin-Mitte. Unser Projekttag drehte sich dabei besonders um die AGB. Wir erhielten eine kostenlose Führung, die sehr wissenswert und locker aufgearbeitet war. Der Führer selbst gab sich sympathisch, aufgeschlossen und gelassen. Nach einer kurzen Einführung erklärte er uns die Funktionen und Aufgaben der Bibliothek. Sehr nützlich erschienen uns auch die Bibliotheksausweise, die für Schüler kostenlos sind. Mithilfe dieser Karten dürfen z.B. Bücher bis zu 4 Wochen ausgeliehen werden. Verlängerungen der Ausleihzeit sind ebenso möglich. Auch für kleine Leseratten existiert eine große Abteilung – die Kinder- und Jugendbibliothek im unteren Bereich. Dennoch muss darauf hingewiesen werden, dass beide Bibliotheken unterschiedliche Schwerpunkte beinhalten, welche planmäßig zusammengeführt werden sollen. So bietet die AGB Bücher für Pädagogik, Sprache, Literatur, Psychologie, Geschichte sowie Politik und Musik an. Dahingegen enthält die Berliner Stadtbibliothek Bücher zu naturwissenschaftlichen Bereichen und dem Bereich Recht, welche von einem Teil der Klasse besucht wurde. Wir können Ihnen und euch die Amerika-Gedenkbibliothek sehr empfehlen, da die Aufteilung des Gebäudes sehr strukturiert ist und geredet werden darf. Hättet ihr gedacht, dass die Bibliotheken so modern gestaltet sind? Eure Bücher dürft ihr selbstständig an einem Lesegerät einscannen und an einem anderen Automaten abgeben. Wer ein Buch sucht, kann mithilfe seines Bibliotheksausweises und der Website voebb.de im Bestand nach einem Werk suchen, welches schnellstmöglich zum gewünschten Abholort gebracht wird.

Somit vergeben wir 4 Sterne, da die Mitarbeiter sehr freundlich sind und eine vielfältige Auswahl der Literatur in beiden Bibliotheken vorhanden ist. Jedoch muss darauf hingewiesen werden, dass ihr einen Arbeitsplatz buchen müsst, sofern ihr dort arbeiten möchtet, da die Plätze sehr begehrt sind.              

geschrieben von Klasse 13

                                                                                                    

Unsere Bewertung:

Tag 3: Ausflug in das Berliner-Unterwelten-Museum

Stellt euch einmal vor, ihr wohnt mit euren Eltern in einem Haus im Osten von Berlin. Eure Verwandten wie z. B. Großeltern sind allerdings im Westen beheimatet. Am 13. August 1961 wird urplötzlich eine Mauer mitten durch die Stadt gezogen und allen die grenzüberschreitende Ausreise verwehrt. Was würdet ihr nun tun? Diese Frage stellte uns auch der Führer des Berliner-Unterwelten-Museums am 15.12.2021, welcher ausführlich, gut nachvollziehbar und spannend uns die Flucht vieler Menschen von Ost nach West mittels verschiedener Fluchtwege erklärte. Faszinierend war für uns ebenso, welche Motivationen die Menschen antrieb, um mit allen Mitteln ihre Heimat zu verlassen. Zum einen verdeutlichte er uns, dass viele Menschen über selbstgebaute Tunnel, die Kanalisation oder U-Bahnen zu entkommen versuchten. Jedoch verwies er auch auf viele gescheiterte Fluchten hin, welche durch die M.f.S., also die Staatssicherheit, aufgedeckt wurden. Jeder, der auch nur Fluchthilfe gewährleistete, konnte sich strafbar machen. Zum anderen wurde uns ein Ausschnitt eines Originaltunnels in der Bernauer Str. und viele Bilder für ein besseres Verständnis gezeigt. Während der ganzen Führung fühlten wir uns geborgen und sicher trotz der schaurigen Atmosphäre, da jederzeit eine zweite Person neben dem Führer für unser Wohlbefinden in unserer Nähe war. Dennoch würden wir diese Tour eher ab 14-16 Jahren empfehlen, aufgrund der Tourdauer von ca. 2 Stunden und dem komplexen Umfang der Thematik.

Falls ihr selbst Interesse an dieser Führung bekommen habt, möchten wir euch sehr an Herz legen, euch warm anzuziehen, da es dort sehr kalt ist. Zudem solltet ihr die Führung frühmöglichst buchen und viel Zeit einplanen. Der ermäßigte Preis beträgt 15 € für Schüler etc. Erwachsene (über 18 Jahre) bezahlen jedoch 18 €. Daher vergeben wir 4,5 Sterne aufgrund der abwechslungsreichen Tour und unseren oben genannten Kriterien.


       geschrieben von Klasse 13

Foto aus Flyer des Berliner-Unterwelten-Museums
Unsere Bewertung:

Tag 4: Ausflug in das Körperwelten-Museum

„Kümmere dich um deinen Körper. Es ist der einzige Ort, den du zum Leben hast.“

Wer diesen Spruch ernst nimmt, sollte auf jeden Fall das Körperwelten-Museum in Berlin Mitte besuchen. Als Klasse besichtigten wir am 16.12.2021 dieses und kamen aus dem Staunen gar nicht mehr heraus. Leblose Körper von Menschen und Tieren wurden so hergerichtet, dass ihre Organe und ihr Muskelgewebe nicht mehr verwesten. Dadurch erhält jeder Besucher einen realitätsnahen Einblick in den menschlichen bzw. tierischen Körper. Jedem Interessierten wird ein umfangreiches Wissen über den Knochen-, Muskel-, Faszien-, Blutgefäß- und Nervenaufbau vermittelt. Die Themen werden an vielen verschiedenen und beeindruckenden Modellen, Selbstexperimenten und Filmen veranschaulicht. Neben Informationstexten besteht auch die Möglichkeit, über einen Audio-Guide Informationen zu einzelnen Exponaten anzuhören und ein besseres Verständnis für den Aufbau und Funktionen zu erlangen.

Ausschnitt des Flyers des Berliner Körperwelten-Museums  

Als Klasse diskutierten wir jedoch, ob die Ausstellung ethisch vertretbar bzw. verantwortbar ist, da viele Exponate wie z.B. von Föten gezeigt wurden. Wir vergeben dem Museum 4/5 Sternen aufgrund weniger Sitz- und Interaktionsmöglichkeiten sowie unseren Diskussionen über die ethische Vertretbarkeit. Trotzdem ist es ein lohnenswertes Abenteuer für jeden, der sich für die biologischen Themen wie Anatomie und Physiologie interessiert!

      geschrieben von Klasse 13

Unsere Bewertung: