Upcycling    

In diesem Artikel bekommen Sie einen kleinen Einblick zu unserem Thema Upcycling von Kleidung in der Zukunft. In der heutigen Welt werden zu viele Sachen produziert und anschließend weggeworfen. Der Müll landet in den Meeren, lagert sich dort zum Beispiel als Mikroplastik ab und landet schließlich über verzehrte Fische wieder bei uns.

Wir lernten in der Projektwoche, dass vieles nicht weggeworfen werden muss, sondern in anderer Funktion weiterverwendet werden kann. Unser Ziel war es, aus Dingen, die andere nicht mehr brauchen, neue aufgewertete Sachen herzustellen. Das Wort Upcycling bedeutet, dass Kleidung, Möbel oder Geräte nicht einfach nur recycelt (wiederverwertet) werden, sondern aufgewertet werden, sich also ihr Wert erhöht, indem man aus einem Buch beispielsweise eine Lampe herstellt. In der Industrie gibt es besonders häufig auch Downcycling, wenn zum Beispiel aus Textilien Putzlappen hergestellt werden.

Zu Beginn unserer Projektwoche schauten wir uns zunächst zwei Dokumentationen über das Problem der Berge aus Kleidungsmüll an. Wir erfuhren, dass die Modeindustrie eine der schmutzigsten überhaupt ist, weil viele Chemikalien riesige Mengen an Wasser verschmutzen. Deshalb ist es wichtig, möglichst wenig neue Kleidung zu kaufen und diese lange zu tragen und idealerweise sogar wiederzuverwerten. Wir beobachteten in einem anderen Film Modedesigner bei der Arbeit mit Kleidungsmüll.

Durch diese tollen Videos inspiriert, gestalteten wir aus alten T-Shirts Taschen. Danach machten wir einen Spaziergang durch die Boxhagener Straße. Zu unserer großen Überraschung fanden wir auf einer Bank einen Haufen Kleidung. Auf den ersten Blick sah es aus wie Müll, jedoch waren fast alle Teile sauber. Einige Kleidungsstücke waren neu und andere schon mehrmals getragen. Anschließend packten wir die Sachen, die uns gefielen, in unsere Taschen, um diese up-zu-cyclen. Innerhalb von einer Stunde fand die Gruppe 27 teilweise neue T-Shirts, Sommerkleider, Jacken und leichte Tücher. Diese wuschen unsere Lehrer dann zu Hause, sodass wir in den kommenden Tagen ausreichend Material zur Verfügung hatten.

Am Tag danach bekamen wir Besuch von 2 Expertinnen zum Thema Upcycling und machten einen Workshop. Dabei bastelten wir aus Fahrradschläuchen Ringe und Stempel. Außerdem lernten wir, wie Mikroplastik in den Meeren landet. Besonders schockierend war es, über den Plastikteppich zu hören. Deshalb hatten wir ein ausführliches Gespräch über den Umwelt- und Gewässerschutz und wie wir Müll richtig trennen müssen und spielten danach noch ein Spiel dazu.

Am dritten Tag fingen wir an, fantasievolle Outfits up-zu-cyclen. Wir suchten aus unseren gesammelten Sachen sorgfältig passende Stücke für unsere Outfits aus und passten diese an. Anschließend verzierten, bemalten und stellten wir unsere Sachen fertig. Wir schnitten die Ärmel unserer Jacken ab und nähten sie an das Kleid an. Einige Schüler nähten mit der Hand und andere Schüler mit der Maschine.

Am Tag darauf cycelten wir weiter unsere Sachen up. Schließlich bemalten wir unsere Kleidung fertig. Danach legten wir sie auf die Heizung, um unsere Kleidung abzutrocknen.               

Am letzten Tag unserer Projektwoche fotografierten wir unsere Outfits. Danach schrieben wir Texte, wie wir unsere Outfits aufgewertet haben und was sie in Verbindung mit der Zukunft zu tun haben. Anschließend gestalteten wir die Plakate für den Tag der offenen Tür.

Wir wählten Upcycling als Thema für die Projektwoche, um andere Schülern und unseren Eltern zu zeigen, dass man Müll nicht unbedingt wegwerfen muss, sondern aufwerten kann. Es waren schöne Zeiten, die wir als Gruppe zusammen verbrachten, denn wir lernten uns gegenseitig kennen und hatten gemeinsam viel Spaß. Wir unterstützten uns gegenseitig, sodass wir unsere Stärken und Schwächen zeigen konnten. In der Gruppe gab es wenige Schüler, die mit der Maschine nähen konnten und netterweise nähten sie die Kleidung anderer Schüler, die die Maschine nicht nutzen konnten. Jedoch haben sie einigen Schüler beigebracht, wie man die Nähmaschine nutzen soll. Das war unsere tolle Projektwoche.

Artur, Klasse 11